Erinnerung an einen schmutzigen Engel : Roman

Mankell, Henning, 2012
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Medienart Buch
ISBN 978-3-552-05579-7
Verfasser Mankell, Henning Wikipedia
Beteiligte Personen Reichel, Verena [Übers.] Wikipedia
Systematik DR.G - Gesellschafts-, Liebes- und Eheromane
Schlagworte Mord, Gewalt, Afrika, Schicksale, Rassismus
Verlag Zsolnay
Ort Wien
Jahr 2012
Umfang 347 S.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Henning Mankell. Aus dem Schwed. von Verena Reichel
Annotation Die junge Schwedin Hanna landet im Jahr 1904 ungewollt in einer portugiesischen Kolonie in Afrika und muss sich dort allein behaupten. (DR) Als die 18-jährige Hanna 1904 in Afrika landet, hat sie kaum Bildung, magere Kenntnisse der portugiesischen Sprache und ist außerdem bereits Witwe. Das Hotel, in dem sie ein Zimmer mietet, ist eigentlich ein Bordell, später wird sie den Besitzer heiraten, der allerdings knapp nach der Hochzeit stirbt und sie mit einem beträchtlichen Vermögen zurücklässt. Den kolonialen Zuständen nicht gewachsen, verhält sich Hanna ungeschickt und undiplomatisch und es bleibt ihr nach einigen sehr schrecklichen Begebenheiten (Mord, Willkür, Sadismus) nichts anderes übrig, als zuerst aus der Stadt und dann von der Bildfläche zu verschwinden. Ausgehend von einer Notiz über die großen Steuerbeträge einer schwedischen Bordellbesitzerin Anfang des 20. Jahrhunderts hat Mankell, sonst ein guter Erzähler, einen schwachen Roman verfasst. Die Protagonistin Hanna ist zwar kein schlechter Mensch, aber ein Halm im Wind. Über einen Großteil der Geschichte ist ihre Bezugsperson ein Schimpanse, der sogar bei ihr im Bett schläft. Sonst gibt es niemanden, mit dem Hanna ein interessantes Gespräch führt. Geschildert wird elendes koloniales Verhalten von praktisch jedem Weißen, der in der Stadt lebt, sonst erfahren die LeserInnen nicht viel. Vieles führt ins Leere: die kurz skizzierte große Armut der Herkunftsfamilie; die Freundschaft mit einer Angestellten eines Kaufmanns, mit der eine Brieffreundschaft vereinbart wurde; der schwarze Kinderchor, der immerhin zweimal vorkommt. Das Bordell wirkt wie ein altmodisches Caféhaus und die unwahrscheinliche Liebesgeschichte zwischen Hanna und einem schwarzen Minenarbeiter trägt nichts zu Hannas Entwicklung bei. Mankell hatte sehr wenige historische Vorgaben, umso leichter hätte er seiner Lesergemeinde mehr Informationen über Afrika, das er sehr gut kennt, liefern können. Empfehlung für große Bestände und die Mankell-Fangemeinde. *bn* Doris Göldner

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